Der Türkische Tempel: „Ein farbenschimmerndes, orientalisches Märchen“



Postkarte
Ansichtskarten vom Türkischen Tempel in Wien
Grafik
Innenansicht der Synagoge der sefardisch-türkischen Gemeinde in der Zirkusgasse 2, Wien II. (Leopoldstadt)
Fotoabzug
Gedenktafel an Baron Diego d'Aguilar, alias Mosche Lopez Pereira, dem Gründer der türkisch-israelitischen Gemeinde in Wien
Fotoabzug
Urkunde Karl VI., aus der Fotoserie über den Türkischen Tempel in Wien
Malerei
Porträt von Ruben Baruch
Die Zeremonien im Türkischen Tempel waren von der Mehrsprachigkeit der sefardischen Gemeinde geprägt. Teils wurden die Ansprachen und Predigten in Ladino oder Judäo-Espagnol (die Sprache, welche die Juden nach ihrer Vertreibung aus Spanien ins Exil mitgenommen hatten) gehalten. Zu den Sultansfeiern wurde die Sultanshymne auf Türkisch gesungen.
Laut der Erzählung von Ruben Baruch, des langjährigen Chachams (Rabbiners) der türkisch-israelitischen Gemeinde in Wien, schenkte Diego d’Aguilar, bevor er nach London übersiedelte, der sefardischen Gemeinde in Wien und der Gemeinde in Temeszvar je ein Paar silberne Rimmonim mit seinem eingravierten hebräischen Namen Mosche Lopez Pereira. Wo die Rimmonim verblieben sind, ist ungewiss. Bis heute erhalten ist jedenfalls ein Porträt Ruben Chachams in orientalischer Kleidung aus den Beständen des Türkischen Tempels.