Der Leopoldstädter Tempel: Ein Mahnmal zur Versöhnlichkeit



Druckgrafik
Gedenkblatt zur feierlichen Eröffnung der Synagoge in der Leopoldstadt
Druckgrafik
Ansicht der Synagoge in der Tempelgasse in Wien II. (Leopoldstadt)
Grafik
Ansicht des im Bau begriffenen Tempels in der Wiener Leopoldstadt
Medaille/Münze
Gedenkmedaille anlässlich der Verleihung der Realbesitzfähigkeit für Juden von Kaiser Franz Joseph I.
Postkarte
An Elisabeth de Waal adressierte Postkarte mit Ansicht der Votivkirche
Malerei
Porträt von Ludwig August Frankl
Tora-Aufsatz
Rimmonim aus dem Leopoldstädter Tempel
Tora-Schild
Tas aus dem Leopoldstädter Tempel
Tora-Mantel
Meil von Cäcilie Königswarter
Tora-Vorhang
Parochet, gestiftet von Eduard und Sophie Todesco
Fotoabzug
Der Leopoldstädter Tempel in Wien nach der Brandkatastrophe 1917
Anschließend an die religiöse Feier im Tempel waren die Ehrengäste zu einem Abendessen ins nahgelegene Etablissement Sperl geladen, wo der dem Haus Todesco freundschaftlich verbundene Johann Strauß (Sohn) mit seinem Orchester aufspielte.
In den folgenden Jahrzehnten wurde der Leopoldstädter Tempel schrittweise erweitert und ausgebaut und durch zwei Seitenflügel ergänzt. Ab 1893 war im Nordflügel des Hauses die Israelitisch-Theologische Lehranstalt untergebracht. Im Jahr 1917 kam es nach einem Gottesdienst für jüdische Soldaten zu einem verheerenden Brand infolgedessen der Tempel für mehrere Jahre nicht genutzt werden konnte.
Tora-Vorhang
Parochet aus dem Leopoldstädter Tempel
„Erinnert sich einer, daß dieser Judentempel als ein Mahnmal zur Versöhnlichkeit auf Wiener Boden steht,“ schrieb der amtierende Rabbiner Dr. Max Grunwald anlässlich der Brandkatastrophe in „Dr. Blochs Österreichischer Wochenschrift“.
Zur Wiedereröffnung der Synagoge im Jahr 1921 widmete der „Ausschuss zur Restaurierung des Leopoldstädter Tempels“ dem Gotteshaus und Max Grunwald einen Tora-Vorhang.
Fotoabzug
Zwei Fotografien des 1938 zerstörten Leopoldstädter Tempels in der Tempelgasse 3 in Wien II. (Leopoldstadt)
Max Grunwald war nicht nur ein beliebter Rabbiner, sondern auch ein angesehener Wissenschaftler, der mit dem ersten Jüdischen Museum verbunden war. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten flüchtete er nach Jerusalem, wo er 1953 verstarb.
Der Leopoldstädter Tempel wurde wie alle anderen Wiener Synagogen im Novemberpogrom 1938 geplündert und niedergebrannt.