Shiwititafel der Israelitischen Kultusgemeinde Wien aus dem Leopoldstädter Tempel
- Object type
- Catalog number
- 3906
- Collection
- IKG
- Place made, Time period
- Wien , 1857
- Person
- Hermann Götsch
- Geographic location
- Habsburgermonarchie Leopoldstadt
- Linked objects
- Topical terms
- Synagogenausstattung, Tempelgerät Wohltätigkeitsorganisation Bima hebräische Schrift
- Image motifs
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 3906
- Photo credit
- David Peters

Auf der linken Seite der Tafel sind die hebräischen Segenssprüche vor dem Lesen der Tora aufgelistet. Auf der rechten Seite der Tafel sind die verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen der IKG angeführt. Am Sockel der Tafel ist die hebräische Widmungsinschrift: ‘Das ist eine Gabe zur Schönheit des Gotteshauses, der geehrte und vornehme Zwi, Sohn des Moses, genannt Hermann Götsch, Vorsteher der Synagoge in der Hauptstadt des Reiches Wien im Jahr [1858] seit Bestand des Bundes.’
Hermann Götsch (1819-1868) gehörte zu den Vorstehern der Israelitischen Kultusgemeinde und tat sich besonders als Philantrop und Förderer jüdischer und nichtjüdischer Wohltätigkeitsorganisationen hervor.
Nachdem die Israelitische Kultusgemeinde 1852 als Rechtskörper offiziell anerkannt wurde, übernahm sie ab diesem Zeitpunkt die Organisation der verschiedenen sozialen und religiösen Hilfsvereine, die vormals in den Händen Privater gelegen hatten. Besonders verdient um den Ausbau des sozialen Netzes der IKG machte sich der seit 1853 amtierende erste Präsident Joseph von Wertheimer. Nach dem Vorbild des ersten Kindergartens Wien schuf er eine entsprechende jüdische ‘Bewahranstalt’. 1840 rief er den ‘Verein zur Förderung der Handwerke unter den Israeliten’ ins Leben und auch die Gründung der hauptsächlich im Ausbildungs- und Kriegsopferwesen tätigen Israelitischen Allianz in Wien ging auf seine Initiative zurück.
Restauriert durch die FREUNDE des JMW, 2013.