CCBY
CCBY

Augsburger Deckelhumpen des 17. Jahrhunderts mit späterer hebräischer Gravur

Favorite
Object type
Catalog number
19627
Collection
Max und Trude Berger
Creators
Lucas Neißer (Meisterzeichen LN im Rechteck)
Place made, Time period
Augsburg , 1655-1660
Geographic location
Mattersburg
Topical terms
Wohltätigkeit hebräische Schrift
Image motifs
Credit
JMW, Inv. Nr. 19627
Photo credit
Sebastian Gansrigler
Klassischer Deckelhumpen aus Augsburg im Stil des Manierismus mit lebhafter Ornamentik. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde das Objekt mit einer hebräischen Inschrift am Mundrand versehen: ‘Gehört dem heiligen Verein für Wohltätigkeit der heiligen Gemeinde Mattersdorf’. Solche Sekundärverwendung gerade von kostbarem deutschen Silberstücken ist nicht unüblich.
Biography Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'. Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.

Do you have more information on an object? Let us know!