Tas aus dem Leopoldstädter Tempel
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 185
- Sammlung
- IKG
- Urheber:in
- Franz Zeidler/Zeitler (Meisterzeichen FZ in Rechteck)
- Herstellungsort, Zeitraum
- Wien , 1858
- Ort
- Habsburgermonarchie
- Verknüpfte Objekte
- Themen
- Tora-Schild (Tas) Synagogenausstattung, Tempelgerät
- Bildmotive
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 185
- Fotocredit
- David Peters
- Schlagwörter (Permalinks)

Das Tora-Schild ist mit einer Wiener Amtspunze für 13-lötiges Silber 1858 versehen. In der Kartusche ist die hebräische Widmungsinschrift eingraviert: ‘Eine Gabe dem Herrn von mir, Aron, dem Sohn des Jechiel Pollak, seligen Angedenkens, und seiner Frau Beile, sie möge leben. Es wurde in das Heiligtum gebracht am 13. Geburtstag unseres Sohnes Mordechai im Jahre 618 der kleinen Zeitrechnung’ (1858).
Beim Stifterehepaar handelt es sich um den Industriellen Adolf Maria (Aron Moses) Pollak (ab 1869 Pollak von Rudin) und seine Frau Barbara (Beile) Pollak. Der verstorbene Vater war Jechiel Michael Pollak. Aron Pollak wurde 1869 für seine Verdienste als Philantrop - unter anderem stiftete er das Studentenheim Rudolphinum - in den Adelsstand erhoben. Die Familie Pollak von Rudin gehörte zu den Bauherrn der Ringstraßenära. 1863/64 ließ sie vom Architekten Anton Baumgarten ein Palais am Kärntner Ring 10 erbauen. Der am Tora-Schild erwähnte Mordechai bzw. Alfred Pollak von Rudin war einer der ersten Automobilbesitzer in Wien. Im ersten Stock des Palais war der 1869 gegründete österreichische Automobildclub (später ÖAMTC) untergebracht.