Rimmonim aus dem Wiener Stadttempel
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 187
- Sammlung
- IKG
- Urheber:in
- Alois Johann Nepomuk Würth (Meisterzeichen AJW im Queroval)
- Herstellungsort, Zeitraum
- Wien , 1826
- Person
- Simon von Lämel
- Ort
- Habsburgermonarchie Nürnberg Prag
- Verknüpfte Objekte
- Themen
- Tora-Aufsatz Synagogenausstattung, Tempelgerät
- Bildmotive
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 187
- Fotocredit
- David Peters
- Schlagwörter (Permalinks)

Die Rimmonim sind mit einer Wiener Amtspunze für 13-lötiges Silber 1826 versehen. Sie wurden vermutlich anlässlich der Eröffnung des Wiener Stadttempels 1826 gestiftet. Formal entsprechen sie einem Typus von Nürnberger Rimmonim, wie sie aus dem 18. und 19. Jahrhundert bekannt sind. An der unteren, gebauchten Wandung der Rimmonim ist jeweils das Wappen der Familie Lämel eingraviert. An der oberen gebauchten Wandung ist jeweils ein hebräisches Zitat aus den Sprüchen Salomons eingraviert: ‘Wer nach ihr greift, dem ist sie ein Lebensbaum / wer sie festhält ist glücklich zu preisen’ (Sprüche 3 /18) und, ‘Die Frucht der Gerechten ist ein Lebensbaum / und der Weise gewinnt Lebensfülle’ (Sprüche 11 /30).
Das vom Nürnberger Silberschmied Johann Samuel Beckensteiner 1763 geschaffene und nahezu identische Vorbild der Rimmonim befindet sich im Jüdischen Museum in Prag. Allerdings haben die Prager Rimmonim weder das eingravierte Wappen noch die vollplastischen Lämmer als Bekrönung. Sie wurden laut Widmungsinschrift von Simon von Lämel und seiner ersten Frau Rebekka vermutlich vor der Erhebung Simon von Lämels in den Adelsstand gestiftet.