Rimmonim aus dem Leopoldstädter Tempel
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 1060
- Sammlung
- IKG
- Herstellungsort, Zeitraum
- Jerusalem , 1856
- Person
- Elise Herz Simon von Lämel
- Ort
- Osmanisches Reich
- Themen
- Tora-Aufsatz Synagogenausstattung, Tempelgerät Sephardim Sefarden Jerusalem
- Bildmotive
- 25D11 Edelsteine
- 25G21(POMEGRANATE) Granatapfel
- 48C73431 Glocke
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 1060
- Fotocredit
- David Peters
- Schlagwörter (Permalinks)

Die aus Sandelholz geschnitzten, mit Granaten besetzten und mit silbernem Glöckchenbehang versehenen Rimmonim wurden dem Leopoldstädter Tempel von Ludwig August Frankl gestiftet. Auf den Sockeln ist in deutscher Sprache und in hebräischen Lettern die rundumlaufende Inschrift eingebrannt: ‘Sandelholz aus Eretz Israel, mitgebracht von Doktor Abraham Elazar Frankl im Jahr 1856’.
Frankl war im Auftrag von Elise von Herz Lämel nach Jerusalem gereist, um zu Ehren ihres Vater Simon von Lämel eine jüdische Schule zu errichten. Wie er in seinen Reisememoiren schilderte, war es eigentlich nicht erlaubt, Tora-Schmuck aus Jerusalem mitzunehmen. Da er jedoch so viele Geschenke aus Wien für jüdische Einrichtungen in Jerusalem mitgebracht hatte, wurde ihm eine Sondergenehmigung erteilt und er durfte die Rimmonim offiziell ausführen. Formal ist das Paar ganz klar einem sefardischen Rimmon-Typ verhaftet, der den hebräischen Begriff ‘Rimmon’, auf Deutsch ‘Granatapfel’ ins Materielle übersetzt.