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Rimmonim aus dem Leopoldstädter Tempel

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Objektkategorie
Inventarnummer
1060
Sammlung
IKG
Herstellungsort, Zeitraum
Jerusalem , 1856
Person
Elise Herz Simon von Lämel
Ort
Osmanisches Reich
Themen
Tora-Aufsatz Synagogenausstattung, Tempelgerät Sephardim Sefarden Jerusalem
Bildmotive
Credit
JMW, Inv. Nr. 1060
Fotocredit
David Peters
© David Peters

Die aus Sandelholz geschnitzten, mit Granaten besetzten und mit silbernem Glöckchenbehang versehenen Rimmonim wurden dem Leopoldstädter Tempel von Ludwig August Frankl gestiftet. Auf den Sockeln ist in deutscher Sprache und in hebräischen Lettern die rundumlaufende Inschrift eingebrannt: ‘Sandelholz aus Eretz Israel, mitgebracht von Doktor Abraham Elazar Frankl im Jahr 1856’.

Frankl war im Auftrag von Elise von Herz Lämel nach Jerusalem gereist, um zu Ehren ihres Vater Simon von Lämel eine jüdische Schule zu errichten. Wie er in seinen Reisememoiren schilderte, war es eigentlich nicht erlaubt, Tora-Schmuck aus Jerusalem mitzunehmen. Da er jedoch so viele Geschenke aus Wien für jüdische Einrichtungen in Jerusalem mitgebracht hatte, wurde ihm eine Sondergenehmigung erteilt und er durfte die Rimmonim offiziell ausführen. Formal ist das Paar ganz klar einem sefardischen Rimmon-Typ verhaftet, der den hebräischen Begriff ‘Rimmon’, auf Deutsch ‘Granatapfel’ ins Materielle übersetzt.

Über die Person Ludwig August Frankl von Hochwart
Ludwig August Frankl (1810-1894) war Dichter, Schriftsteller und Gründungsmitglied des ersten Jüdischen Museums. Im vierten Jahresbericht (1899) wurde sein Gedicht 'Am Tage der fünfzigjährigen Gründungsfeier des Tempels' veröffentlicht.

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