Megillat Ester
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 1700
- Sammlung
- IKG
- Bestand
- Erstes Jüdisches Museum
- Herstellungsort, Zeitraum
- Amsterdam , 18. Jh.
- Ort
- Italien
- Verknüpfte Objekte
- Themen
- Ester-Rolle Purim Stich (Kunst)
- Bildmotive
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 1700
- Fotocredit
- David Peters
- Schlagwörter (Permalinks)

Aufgrund der Beschaffenheit handelt es sich vermutlich um ein Objekt aus dem Bestand des ersten Jüdischen Museums. Demnach wurde die Megillat Ester dem ersten Jüdischen Museum über Vermittlung von Kustos Jakob Bronner von Salomone Baquis, Präsdent der israelitischen Kultusgemeinde in Pisa, geschenkt. Der Eintrag im Inventarbuch lautet: ‘Megillah Esther (Duplicat) u. dazugehörige / Segenssprüche. Hebräische Handschrift auf Pergament / Italien / Arbeit aus der ersten Hälfte d. 18. Jh. vielleicht / Ende d. 17. Jh. Reich illustriert: je zwei Textspalten / sind durch ein stilisiertes Ornament voneinander getrennt / oben u. unten Illustrationen zum Text: das / Festmahl d. Königs u. der / Königin, etc. / Hülle fehlt. Der obere Teil der Holzspule ist zerbrochen.’
Die Megilla geht auf einen weit verbreiteten Amsterdamer Prototyp von 1701 zurück, von dem sie sich jedoch in einigen Details unterscheidet. Oberhalb der Textabschnitte befinden sich von Akanthusblättern umrankte Medaillons mit den Abbildungen der einzelnen Protagonisten der Ester-Geschichte. Am unteren Rand weitere Illustrationen zur Ester-Geschichte sowie unterhalb der Säulen Darstellungen von Landschaften, Schlössern, Schiffen etc. Der zeitgenössischen Mode entsprechend sind die jüdischen Männer im Festgewand mit Barett und weißem ‘Judenkragen’ dargestellt. Auch die Schlösser und die barock gestalteten Gartenanlagen weisen auf die Entstehungszeit hin.