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Meil von Isodor und Josefine Steiner

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Objektkategorie
Inventarnummer
2285
Sammlung
IKG
Urheber:in
J. M. Belf, Buchhandlung - Goldstickerei, Wien, I. Rabensteig 3
Herstellungsort, Zeitraum
Wien , 1912-1913
Person
Isidor Steiner
Ort
Gänserndorf
Verknüpfte Objekte
Themen
Tora-Mantel Synagogenausstattung, Tempelgerät Enteignung Beschlagnahmung Restitution Textilien Schoa / Shoah / Holocaust
Bildmotive
Credit
JMW, Inv. Nr. 2285
Fotocredit
David Peters

Meil mit deutscher Inschrift in hebräischen Buchstaben: ‘Krone der Tora (hebr. Abbreviatur) / Geschenk von Isidor und Josefina Steiner zur Ehre Gottes und der Gemeinde Gänserndorf, im Jahr 673’.

Isidor Steiner war Kultusvorstand und Vorstand der Chewra Kadischa in Gänserndorf. Er starb 1926. In Gänserndorf gab es ab 1907 eine selbstständige Kultusgemeinde, bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts etablierte sich ein Minjan und eine Synagoge wurde 1890 errichtet. Bereits mit dem ‘Anschluss’ 1938 gab es viele Ausschreitungen gegen die Gänserndorfer Jüdinnen und Juden. Im Oktober desselben Jahres waren bereits alle vertrieben worden.

Das Objekt wurde während der NS-Zeit beschlagnahmt und 1939 im Völkerkundemuseum inventarisiert. Nach 1945 wurde es der Israelitischen Kultusgemeinde Wien restituiert.

Über die Person Josef Moses Belf
Josef Moses Belf kam von Lemberg nach Wien, wo er 1868 eine Konzession für eine hebräische Druckerei erhielt. An der Adresse Rabensteig 8/Seitenstettengasse 8 führte er bis 1938 eine Buchhandlung, in der man auch Ritualgegenstände wie Tora-Mäntel und Tora-Vorhänge auf Bestellung anfertigen lassen konnte. Belf gelang es nach einer Inhaftierung in Dachau mit seiner Familie in die USA zu fliehen. In der Sammlung des Jüdischen Museums Wien finden sich vier ausgewiesene Tora-Mäntel und ein Tora-Vorhang aus seinem Geschäft und ein von ihm gestifteter Tora-Mantel, allerdings ohne Herstellerverweis.

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