Meil von Chaim Wild und seiner Frau Scheindl
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 2595
- Sammlung
- IKG
- Herstellungsort, Zeitraum
- Österreich , 1931-1932
- Themen
- Tora-Mantel Objekt des Gedenkens und Erinnerns Synagogenausstattung, Tempelgerät Textilien Beschlagnahmung Enteignung Restitution
- Bildmotive
- 44B191 Krone
- 25F23(LION) Löwe
- 11L211 Gesetzestafeln
- 12A81# Davidstern
- 24D Sterne
- 48A9851(%2B2) Ornament aus Bändern und Rollen, umrahmende Dekorationen
- 49L8 Inschrift, Aufschrift
- 49L141 hebräische Schrift
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 2595
- Fotocredit
- David Peters

Meïl aus Baumwollsamt mit der hebräischen Inschrift: ‘Krone der Tora / Zur Erinnerung an die Seele der Tochter Jutta Ester von dem Herrn Chaim Wild und seiner Frau Scheindl, ihr Licht möge leuchten, 692 nach der kleinen Zeitrechnung’.
Chaim und Scheindl Wild haben am 7. Februar 1904 in Brzostek geheiratet, im Geburtsort der Braut, der Tochter von Salomon Selman List und Tyli (geb. Rubl). Chaim Wild war Kaufmann und wurde in Gorlice als Sohn des Mayer Wild und der Sumy Ester (geb. Braun) geboren. In Wien hatten sie 6 Kinder. Bernhard (geb. 21. März 1910), Jeanette (geb. 14. Jänner 1912), Ella (geb. 18. Oktober 1914), Arnold (geb. 4. Juli 1916), Josef (geb. 10. September 1917) und Siegmund (geb. 18. Jänner 1921). Der Meil wurde Jutta Ester (Jeanette) gewidmet, die am 13. Juli 1924 an Verblutung nach dem Entfernen der Gaumenmandeln gestorben war.
Das Objekt wurde während der NS-Zeit beschlagnahmt und 1939 im Völkerkundemuseum inventarisiert. Nach 1945 wurde es der Israelitischen Kultusgemeinde Wien restituiert.