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Meil aus dem Polnischen Bethaus in der Ankergasse

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Objektkategorie
Inventarnummer
3176
Sammlung
IKG
Herstellungsort, Zeitraum
Wien , 1866
Person
Aron Adolf Misch Joel Robinson Reischa Debora Misch
Ort
Galizien Karlsbad Lemberg Wien
Themen
Tora-Mantel Synagogenausstattung, Tempelgerät Transportwesen Galizien Textilien
Bildmotive
  • 44B191 Krone
  • 48AA9834 Ornamente in Form nicht zu identifizierender pflanzlicher Formen
  • 49L141 hebräische Schrift
  • 49L8 Inschrift, Aufschrift
Credit
JMW, Inv. Nr. 3176
Fotocredit
David Peters

Meil mit der detaillierten hebräischen Inschrift: ‘Dies ist die Tora und ihre Umhüllung, die uns vom Vorsteher des hiesigen Bethauses, unserem angesehenen Lehrer und ehrwürdigen Herrn Aron, Sohn unseres verstorbenen Lehrers und ehrwürdigen Herrn Josef Misch, seeligen Angedenkens, aus Lwow, und von seiner edelgesinnten Frau Reischa / Debora, Tochter des ehrwürdigen Herrn Joel Robinson, gegeben wurde’.

Unterteilt durch eine goldgestickte florale Girlande folgt der zweite Teil der Inschrift:‘Wohltäter und Edler, den Armen ein Erlöser in der Not. Groß ist seine Güte durch die Gabe der Tora aus seinem Besitz. Seine Kraft zur heiligen Tat hat er bezeugt. Das Verdienst um die Tora und die Mizwa (gute Tat) wird ihm angerechnet. Seine guten Kinder sollen leben und ihn erfreuen. Im Jahre Gutes und Gefälliges hat unser Volk getan (626) nach der kleinen Zeitrechnung’.

Aron Adolf Misch (c. 1818-10.3.1880) war Inhaber einer Speditionsfirma in Wien. Seine Frau Reischa (Rosa) Debora Misch, geborene Robinson (c. 1833 - 22.7.1892) war eine Tochter des Joel Robinson (auch Robinsohn, geb. ca. 1815 in Stanislau, heute Iwano Frankiwsk, gest. 3.9.1889 in Wien) und der Channa Anna Robinson (geb. c. 1829 in Stanislau, gest. 24.2.1871 in Wien).

Die Familien Misch und Robinson waren Mitte des 19. Jahrhunderts aus Galizien nach Wien gekommen. Das Polnische Bethaus in der Kleinen Ankergasse wurde vor allem von galizischen Jüdinnen und Juden besucht und vom Verein Beth Israel betrieben. 1892/93 beauftragte der Verein den Architekten Willhelm Stiassny mit dem Bau einer großen Synagoge, der ‘Polnischen Schul’ in der Leopoldsgasse.

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