Jad aus dem Leopoldstädter Tempel
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 4533
- Sammlung
- IKG
- Urheber:in
- Franz Zeidler/Zeitler (Meisterzeichen FZ in Rechteck)
- Herstellungsort, Zeitraum
- Wien , 1850
- Ort
- Habsburgermonarchie
- Verknüpfte Objekte
- Themen
- Tora-Zeiger Synagogenausstattung, Tempelgerät Biedermeier
- Bildmotive
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 4533
- Fotocredit
- David Peters
- Schlagwörter (Permalinks)

Der mit einer Wiener Amtspunze für 13-lötiges Silber versehene, mit Biedermeier-Rosendekor, gefertigte Tora-Zeiger hat die eingravierte hebräische Inschrift: ‘Israel Fein, Sohn des Mordechai, seligen Angedenkens, im Jahr 1855’. Es ist anzunehmen, dass dem des Hebräischen nicht mächtigen Silberschmied bei der Gravur der Jahresbuchstaben ein Irrtum unterlaufen ist und er statt ‘he’ ‘chet’ hätte schreiben sollen, womit das Widmungsjahr 1858 wäre, was dem Einweihungsjahr des Leopoldstädter Tempels gleichkäme.
Da die Erstinventarisierung der Jad die Nummer ‘5’ war, diese sich aber aufgrund des Herstellungsjahres des Zeigers unmöglich auf den Stadttempel beziehen kann, muss es sich bei vorliegendem Stück um eine der ersten Widmungen an den neuen Tempel in der Leopoldstadt gehandelt haben. Mitglieder der Familie Fein waren bereits Anfang des 19. Jahrhunderts in Wien ansässig. In den Sammlungen des Jüdischen Museums befindet sich ein Tora-Schild, das Frieda Fein im Jahr 1816 im Andenken an ihren Gatten Chaim Fein wahrscheinlich der Synagoge im Dempfingerhof stiftete. Zwei männliche Mitglieder der Familie Fein - Heinrich und Michael - tauchen in der Tolerierten-Liste von 1847 auf.