Parochet aus dem Leopoldstädter Tempel
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 7445
- Sammlung
- JMW
- Herstellungsort, Zeitraum
- Wien , 1921
- Person
- Max Grunwald
- Ort
- Österreich
- Themen
- Tora-Vorhang Synagogenausstattung, Tempelgerät Jom Kippur hebräische Schrift
- Bildmotive
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 7445
- Fotocredit
- David Peters
- Schlagwörter (Permalinks)

Der Parochet wurde anlässlich der Wiedereinweihung des Leopoldstädter Tempels zu Jom Kippur 5682 (Oktober 1921) gestiftet. Im Leopoldstädter Tempel war nach einem Gottesdienst für jüdische Soldaten am 17. August 1917 ein Feuer ausgebrochen, der das Gotteshaus für mehrere Jahre unbenutzbar machte. Zur Wiedereinweihung der Synagoge widmete der ‘Ausschuss zur Restaurierung des Leopoldstädter Tempels’ den Parochet ‘zu Ehren des Allerhöchsten, der Tora und des Rabbiners Meir (Max), Sohn des Raw Abraham Grunwald.’
Max Meir Grunwald (1871-1953) war von 1913 bis 1930 als Rabbiner am Leopoldstädter Tempel tätig, bevor er sein Amt zurücklegte und sich ganz der Wissenschaft widmete. Seine Frau Margarete Grunwald (1880-1953) war die Tochter des Floridsdorfer Rabbiners und Herausgebers der Zeitschrift ‘Dr. Blochs Österreichische Wochenschrift’ Joseph Samuel Bloch (1850-1923). Dieser war ein unermüdlicher Kämpfer gegen den Antisemitismus und hatte die antisemitischen Schriften des Prager Theologen August Rohling (1839-1931) und des Wiener Pfarrers Josef Deckert (1843-1901) als plumpe Fälschungen entlarvt.