CCBY

Parochet aus dem Leopoldstädter Tempel

Favorit
Objektkategorie
Inventarnummer
7445
Sammlung
JMW
Herstellungsort, Zeitraum
Wien , 1921
Person
Max Grunwald
Ort
Österreich
Themen
Tora-Vorhang Synagogenausstattung, Tempelgerät Jom Kippur hebräische Schrift
Bildmotive
  • 12A63411 Schofar
  • 12A4231 Menora
  • 49L141 hebräische Schrift
  • 48AA9834 Ornamente in Form nicht zu identifizierender pflanzlicher Formen
  • 48A9856 Ornamente, die von architektonischen Details abgeleitet sind
Credit
JMW, Inv. Nr. 7445
Fotocredit
David Peters

Der Parochet wurde anlässlich der Wiedereinweihung des Leopoldstädter Tempels zu Jom Kippur 5682 (Oktober 1921) gestiftet. Im Leopoldstädter Tempel war nach einem Gottesdienst für jüdische Soldaten am 17. August 1917 ein Feuer ausgebrochen, der das Gotteshaus für mehrere Jahre unbenutzbar machte. Zur Wiedereinweihung der Synagoge widmete der ‘Ausschuss zur Restaurierung des Leopoldstädter Tempels’ den Parochet ‘zu Ehren des Allerhöchsten, der Tora und des Rabbiners Meir (Max), Sohn des Raw Abraham Grunwald.’

Max Meir Grunwald (1871-1953) war von 1913 bis 1930 als Rabbiner am Leopoldstädter Tempel tätig, bevor er sein Amt zurücklegte und sich ganz der Wissenschaft widmete. Seine Frau Margarete Grunwald (1880-1953) war die Tochter des Floridsdorfer Rabbiners und Herausgebers der Zeitschrift ‘Dr. Blochs Österreichische Wochenschrift’ Joseph Samuel Bloch (1850-1923). Dieser war ein unermüdlicher Kämpfer gegen den Antisemitismus und hatte die antisemitischen Schriften des Prager Theologen August Rohling (1839-1931) und des Wiener Pfarrers Josef Deckert (1843-1901) als plumpe Fälschungen entlarvt.

Wissen Sie mehr zu einem Objekt? Lassen Sie es uns wissen!