Rimmonim aus dem Wiener Stadttempel
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 7564
- Sammlung
- IKG
- Urheber:in
- Franz Willibald Weitzmann (Meisterzeichen WW)
- Herstellungsort, Zeitraum
- Wien , 1795-1807
- Person
- Hermann Todesco
- Ort
- Habsburgermonarchie
- Themen
- Tora-Aufsatz Synagogenausstattung, Tempelgerät
- Bildmotive
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 7564
- Fotocredit
- David Peters
- Schlagwörter (Permalinks)

Die teilweise vergoldeten Rimmonim sind mit einer Wiener Amtspunze für 13-lötiges Silber 1897, mit einem Repunzierungsstempel 1806/7 und mit einem Taxbefreiungsstempel 1810-1824 versehen. Die restaurierten Schäfte sind offensichtlich älter als die Kronenaufsätze. Unterhalb der Bügelkrone ist auf einem Schaft eine hebräische Widmungsinschrift eingraviert: ‘Dies war schon im Jahr 1795 in der Synagoge des ehrwürdigen Raw Ahron Todesco - seeligen Angedenkes - Gabbai der Synaogoge Weisser Stern.’ Auf dem zweiten Schaft ist die ergänzende Inschrift eingraviert: ‘und wurde restauriert zur Verherrlichung der Krone des Herrn von dem berühmten Herrn Raw Hirsch Todesco, zum Andenken an die Seele seines verstorbenen Vaters.’
Aufgrund der Widmungsinschrift geht hervor, dass die Rimmonim bereits im Bethaus ‘Zum Weißen Stern’ und danach im Dempfinger Hof in Verwendung waren, bevor sie in den Wiener Stadttempel übernommen wurden. Der in Pressburg geborene Seiden- und Kurzwarenhändler Ahron Hirschl Todesco hatte auf Grund seiner häufigen Italien-Aufenthalte den Namen Todesco angenommen. Er trat die Nachfolge von Koppel Drach als Gabbai des Bethauses ‘Zum Weißen Stern’ an. Die eingeschlagene Nummer ‘27’ ist ein Hinweis auf die Zugehörigkeit zum Inventar des Stadttempels.