Tas aus der Synagoge in Lackenbach
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 7616
- Sammlung
- IKG
- Urheber:in
- CS (Meisterzeichen)
- Herstellungsort, Zeitraum
- Wien , 1867
- Ort
- Burgenland Lackenbach Österreich-Ungarn
- Themen
- Tora-Schild (Tas) Beschlagnahmung Enteignung Restitution hebräische Schrift
- Bildmotive
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 7616
- Fotocredit
- David Peters
- Schlagwörter (Permalinks)

Das zum Großteil vergoldete Tora-Schild ist mit einer Wiener Amtspunze für 13-lötiges Silber ab 1867 versehen. Auf dem gerauhten Grund im Mittel befindet sich ein zweiflügeliges Schränkchen, das als Nachbildung eines Tora-Schreins gedacht ist und in dem die beiden Gesetzestafeln mit den eingravierten Gebotsanfängen zu finden sind. In der Kartusche unterhalb der Gesetzestafeln ist die hebräische Widmungsinschrift eingraviert: ‘Dies gehört der heiligen Bruderschaft, von der Wohltätigkeit der heiligen Gemeinde Lackenbach, gestiftet durch die Vorsteher derselben, im Jahr 627 der kleinen Zeitrechnung.’
Das Tas wurde 1938 aus der Synagoge in Lackenbach beschlagnahmt und ins Burgenländische Landesmuseum verbracht und inventarisiert. Anfang der 1950er-Jahre wurde es an die Israelitische Kultusgemeinde Wien restituiert. Lackenbach gehörte zu den Sieben Heiligen Gemeinden im Nord- und Mittelburgenland, die unter der Protektion der Fürsten Esterházy standen und dafür Schutzgebühren zahlten.