CCBY

Keter Tora, gestiftet von Chaim und Chaja Reifer

Favorit
Objektkategorie
Inventarnummer
7625
Sammlung
Max und Trude Berger
Herstellungsort, Zeitraum
Oswiecim , 1935
Ort
Krzeszowice New York Polen
Themen
Tora-Krone Tora-Rolle hebräische Schrift Chassidismus Schoa / Shoah / Holocaust
Bildmotive
Credit
JMW, Inv. Nr. 7625
Fotocredit
Peter Weiss

Die Tora-Krone, die 1935 von einem Silberschmied in Oswiecim (Auschwitz) gefertigt wurde, wurde von Chaim und Chaja Reifer für das Radomsker Schtibl in Krzeszowice bei Krakau gestiftet. Am Stirnreif ist die hebräische Inschrift eingraviert: ‘Dies spendete Chajim Reifer, sein Licht leuchte, der Sohn von Feigel Hadassa mit seiner Gemahlin Frau Chaja, sie möge leben, die Tochter von Gittel Slota, Jahr 5695.’

Das Stifterehepaar Chaim und Chaja Reifer sowie deren Kinder wurden in der Schoa ermordet. Von der ursprünglich mehr als fünfzigköpfigen Verwandschaft haben nur zwei Brüder die Schoa überlebt. Ihre Nachfahr:innen leben heute größtenteils in den USA und gehören der Gemeinde der Bobover Chassidim an. Auf Bitte der Familie wurde die Tora-Krone wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung zugeführt und schmückt heute eine Tora-Rolle in der chassidischen Synagoge in Brooklyn, New York, der die Familie angehört.

Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'. Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.

Wissen Sie mehr zu einem Objekt? Lassen Sie es uns wissen!