Rimmonim
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 7630
- Sammlung
- Max und Trude Berger
- Urheber:in
- Josef Reiner (Meisterzeichen Reiner bzw. JR im Rechteck)
- Herstellungsort, Zeitraum
- Wien , 1864
- Themen
- Biedermeier Tora-Aufsatz
- Bildmotive
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 7630
- Fotocredit
- David Peters
- Schlagwörter (Permalinks)

Die Rimmonim weisen zwei Beschau- sowie zwei Meisterzeichen auf: Am Schaft ist das Beschauzeichen ‘Alt-Wien 1864’; am Fuß der Kopf der Diana mit dem Buchstaben A für Wien, 1867-1872. Am Schaft ist das Meisterzeichen ‘Reiner’ ausgeschrieben im Rechteck; am Fuß ist das Meisterzeichen ‘JR’ im Rechteck. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Rimmonim zusammengesetzt sind: Während der Oberteil mit dem Schaft stilistisch dem späten Biedermeier zuzuordnen ist, weist der Fuß auf den Übergang zum Historismus hin. Am Fuß ist der Name des Besitzers ‘Saul Herzig’ eingraviert. Saul Herzig (1848-1930) stammte ursprünglich aus Przemysl in Galizien, wo er als Kaufmann tätig war. Er starb 1930 in Wien.
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'.
Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.