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Rimmonim

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Objektkategorie
Inventarnummer
7635
Sammlung
Max und Trude Berger
Urheber:in
AP (Meisterzeichen in Rechteck)
Herstellungsort, Zeitraum
Tschechoslowakei , um 1920
Ort
Slowakei
Themen
Synagogenausstattung, Tempelgerät Biedermeier Tora-Aufsatz
Bildmotive
Credit
JMW, Inv. Nr. 7635
Fotocredit
David Peters
Die Rimmonim sind mit einem tschechischen Beschauzeichen 1921-1928 versehen. Am Fuß des einen Rimmon ist die hebräische Widmungsinschrift eingraviert: ‘Zum ewigen Angedenken werden hier die Namen der Spender verzeichnet: Raw Abraham Mordechai Zopfer aus Schuran, gestorben am 11. Siwan 5664 (1904) und seine Frau Mindel, gest. im Tamuz 5666 (1906).’ Am Fuß des zweiten Rimmon: ‘Zum ewigen Angedenken werden hier die Namen der Eltern der Spender verzeichnet: Raw Menachem Rein aus Schuran, gestorben am 3. Siwan 5676 (1916) und seine Frau Barle, gestorben am 2. Kislew 5667 (1907).’ Bei der Inschrift handelt es sich um die Eltern des Stifterehepaars, die selbst nicht namentlich genannt werden. Schuran ist ein Ort in der Südslowakei in der Nähe von Nitra. Formal sind die Rimmonim sehr traditionell und eklektizistisch gestaltet und etwa mit typischen Wiener Biedermeier-Rosen verziert.
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'. Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.

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