Tas
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 7661
- Sammlung
- Max und Trude Berger
- Urheber:in
- Franz Kaltenmarker (Meisterzeichen FK in Oval)
- Herstellungsort, Zeitraum
- Brünn , 1815
- Ort
- Habsburgermonarchie Mähren
- Themen
- Synagogenausstattung, Tempelgerät Tora-Schild (Tas)
- Bildmotive
- 25G21(ACORN) Eichel
- 25F23(LION) Löwe
- 11L211 Gesetzestafeln
- 48C161 Säule
- 44B191 Krone (als Symbol der obersten Gewalt)
- 48A983111 Akanthus
- 48AA9831 Ornamente in Form von Laubwerk, Ranken, Zweigen
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 7661
- Fotocredit
- David Peters
- Schlagwörter (Permalinks)

Das Tora-Schild ist mit einem Beschauzeichen Brünn 1815 versehen. Die zweischwänzigen Löwen waren bis 1918 das Wappentier Böhmens. Die Bänder an der Herrscherkrone gehen auf die Bänder der bischöflichen Mitra zurück und verweisen somit auf die Rolle des Kaisers als Kirchenoberhaupt. Die Schale mit Zopfgirlande unter der Ausnehmung für die Feiertage stellt ein Ner Tamid (Ewiges Licht) dar. Ein ähnliches Tora-Schild von Franz Kaltenmarker befindet sich in den Sammlungen des Jüdischen Museums in Prag.
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'.
Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.