CCBY
CCBY

Chanukkia aus Messing

Favorit
Objektkategorie
Inventarnummer
7890
Sammlung
Max und Trude Berger
Herstellungsort, Zeitraum
Galizien , 19. Jh.
Ort
Habsburgermonarchie
Themen
Chanukka-Leuchter Chanukka
Bildmotive
Credit
JMW, Inv. Nr. 7890
Fotocredit
David Peters
Schlagwörter (Permalinks)
Der bankförmige Leuchter ist aus Messing im Sandgussverfahren hergestellt. In der mit gotischer Ornamentik durchbrochen gearbeiteten Rückwand ist eine ovale Kartusche mit der hebräischen Inschrift ‘Chanukka-Licht’ angebracht. Der Leuchter hat acht schnabelförmige Ölnäpfchen, jedoch kein Dienerlicht (Schammasch).
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'. Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.

Wissen Sie mehr zu einem Objekt? Lassen Sie es uns wissen!