Chanukkia aus Brünn
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 7891
- Sammlung
- Max und Trude Berger
- Urheber:in
- Fanz Kaltenmarker (Meisterzeichen FK in ovaler Umrandung)
- Herstellungsort, Zeitraum
- Brünn , 1817
- Ort
- Habsburgermonarchie Österreich-Ungarn
- Themen
- Chanukka-Leuchter Chanukka
- Bildmotive
- 25F23(LION)# Löwe
- 48C161 Säule
- 25F3 Vögel
- 25F23(LION) Löwe
- 48A983111 Akanthus
- 25G21 Früchte
- 41A6712 Blumenarrangement
- 48AA9831 Ornamente in Form von Laubwerk, Ranken, Zweigen
- 48A9854 Ornamente in Form von Vasen
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 7891
- Fotocredit
- David Peters
- Schlagwörter (Permalinks)

Der banförmige Chanukka-Leuchter ist mit einem Beschauzeichen für Brünn ‘F’ und der Jahreszahl 1817 versehen. Er wurde vermutlich in der Werkstatt von Franz Kaltenmarker hergestellt. Dieser stammte aus einer Dynastie von christlichen Silberschmieden in Mähren, die zahlreiche Judaica herstellten. Im Jüdischen Museum Prag finden sich sowohl Objekte aus der Werkstatt Franz Kaltenmarkers als auch seines Vaters Jan Michael Kaltenenmarker.
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'.
Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.