Gedenkblatt zur feierlichen Eröffnung der Synagoge in der Leopoldstadt
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 8145
- Sammlung
- Max und Trude Berger
- Urheber:in
- Vincenz Katzler
- Herstellungsort, Zeitraum
- Wien , um 1858
- Person
- Lazar Horwitz Moses Maimonides Moses Mendelssohn Salomon Sulzer
- Ort
- Leopoldstadt
- Themen
- Druckerzeugnis Synagoge Jubiläum Architektur jüdische Gemeinde
- Bildmotive
- 12A44 Synagoge
- 41A31 Fassade
- 71E1372 Moses
- 48C7322 Harfe
- 11I62(ISAIAH)2 Jesaja (nicht im biblischen Kontext), mögliche Attribute: Zweig mit Blättern, Säge, Schriftrolle oder Buch - Patron, Fürspreche.
- 11I62(AARON)1 Aaron
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 8145
- Fotocredit
- David Peters
- Schlagwörter (Permalinks)

In der Mitte unten eine Frontaldarstellung des Leopoldstädter Tempels im 2. Wiener Gemeindebezirk, darüber die Eröffnungsfeier im Tempelinneren. Auf der Kanzel ist Adolph Jellinek zu sehen, rechts daneben im Vordergrund Salomon und Julius Sulzer, links Isaak Noah Mannheimer und Lazar Horwitz. Am Haupt von links nach rechts: Moses Mendelssohn, König David Harfe spielend, der Prophet Jesaja und Moses Maimonides. In der Mitte ist Moses abgebildet, gestützt von Aaron und Josua. Links und rechts der beiden zentralen Bilder sind Illustrationen zu den hohen Feiertagen, jeweils abschließend mit der Darstellung von Tempelsymbolen.
Über die Person Isak Noa Mannheimer
Isak Noa Mannheimer (1793-1865) wurde 1824 aus Kopenhagen als Leiter der israelitischen Religionsschule nach Wien berufen. Er prägte den sogenannten Wiener Ritus. Zunächst trug er den Titel Prediger, ab 1852 war er Rabbiner.
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'.
Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.