Chanukkia im sogenannten ‘Baal-Schem-Tov-Stil’
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 8461
- Sammlung
- Max und Trude Berger
- Herstellungsort, Zeitraum
- Ukraine , 19. Jh.
- Ort
- Osteuropa
- Themen
- Chanukka Chanukka-Leuchter Schabbat
- Bildmotive
- 44B191 Krone
- 48C161 Säule
- 25F33(EAGLE) Adler
- 25F3 Vögel
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 8461
- Fotocredit
- David Peters
- Schlagwörter (Permalinks)

Diese Filigran-Chanukkiot kommen häufig vor und werden als ‘Baal-Schem-Tov-Chanukkia-Typ’ bezeichnet. Dies beruht jedoch auf einem Irrtum, da für den Baal Schem Tov, Israel ben Eliezer, keinerlei Objektkultur - bis auf Amulette - überliefert ist. Die dekorativen Stücke wurden zum Teil bis ins 20. Jahrhundert in verschiedenen Variationen produziert, viele davon vermutlich für den Judaica-Markt. Die zwei zusätzlichen Arme mit Leuchtern können für Schabbat dienen.
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'.
Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.