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Warschauer Besamim aus der Werkstatt von Michal Charlap

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Objektkategorie
Inventarnummer
12282
Sammlung
Max und Trude Berger
Urheber:in
Moszek Charlap (Meisterzeichen MCH sowie ausgeschrieben M. Charlapa in kyrillisch)
Herstellungsort, Zeitraum
Warschau , 1885
Ort
Polen
Themen
Besamim-Büchse Hawdala Schabbat
Bildmotive
Credit
JMW, Inv. Nr. 12282
Fotocredit
David Peters
Typische Arbeit für den Warschauer Silberschmied Moszek Charlap. Zahlreiche Besamim aus seiner Werkstatt sind bekannt. Warschauer Judaica sind prinzipiell sehr gut punziert, werden jedoch häufig für russisch gehalten, da sie vor 1917 dem russischen Punzierungssystem unterlagen. Klassisch für solche Arbeiten sind die Fähnchen, Glocken und Füße, die sich aufgrund ihrer formalen Charakteristik von anderen geografischen Regionen abgrenzen lassen.
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'. Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.

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