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Jugendstil-Tas mit Farbsteinen

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Objektkategorie
Inventarnummer
12305
Sammlung
Max und Trude Berger
Herstellungsort, Zeitraum
Polen , um 1906
Bildmotive
Credit
JMW, Inv. Nr. 12305
Fotocredit
David Peters
Das Stück weißt hebräische Inschriften auf: ‘Moses, Nathan, Sohn von Hannah’ (rechts); ‘zum Andenken an Beila, die Tochter von Hannah’ (links) sowie die Jahreszahl ‘5666’, entspricht 1606. Die Tatsache, dass in der Inschrift die Mutter und nicht, wie üblicherweise, der Vater des Stifters genannt ist, kann entweder bedeuten, dass der Vater zum Zeitpunkt der Widmung bereits verstorben war, er nicht jüdisch war, oder dass der gestiftete Gegenstand im Zusammenhang mit der Bitte um Segen einem Rabbiner geschenkt wurde.
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'. Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.

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