Nürnberger Tas mit späterer Wiener Widmung
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 13253
- Sammlung
- IKG
- Urheber:in
- Wolfgang Schubert
- Herstellungsort, Zeitraum
- Nürnberg , 1795-1799
- Person
- Hermann Götsch
- Ort
- Leopoldstadt Wien
- Verknüpfte Objekte
- Bildmotive
- 11L211 Gesetzestafeln
- 44B191 Krone
- 48A9833 Blumenornamente
- 25F23(LION) Löwe
- 48C161 Säule
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 13253
- Fotocredit
- Sebastian Gansrigler

Das Tora-Schild wurde Ende des 18. Jahrhunderts vom bekannten Silberschmied Wolfgang Schubert in der Silbermetropole Nürnberg angefertigt und ist mit entsprechender Meister- und Stadtpunze für 1795-1799 versehen. Die hebräische Gravur unten verweist auf eine Widmung für den neuen Leopoldstädter Tempel in Wien 1858: ‘Zur Ehre des Herrn und zur Pracht unseres Gotteshauses, das die Oberhäupter und Edlen in der Stadt Wien erbaut haben, spendete dies der geehrte Herr R. Zwi, Sohn des R. Mosche, genannt Hermann Götsch mit seiner Gattin Rechla, Tochter des R. David Pollak’. Am unteren Schildrand die Jahreszahl ‘617’, i.e. 1857/58. Vermutlich handelt es sich um ein Objekt, das die Migration von jüdischen Familien und Objekten symbolisiert. Beim Stifter handelt es sich um Hermann Götsch (1819 - 1868). Er stammte ursprünglich aus Deutschland (Ludwigsburg) und verstarb 1868 in Wien, wo er am Währinger Friedhof begraben ist.. Für 1863 ist er im Zuge der Vorstandswahlen der Kultusgemeinde dokumentiert.