Chanukkia mit Tier- und Pflanzensymbolik
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 18943
- Sammlung
- Max und Trude Berger
- Herstellungsort, Zeitraum
- Kiew , 19. Jh.
- Ort
- Osteuropa
- Themen
- Chanukka Chanukka-Leuchter Priester Schofar
- Bildmotive
- 41A6712 Blumenarrangement
- 25F23(LION) Löwe
- 25FF231 Greif
- 44B191 Krone
- 41A6711 Blumen in einer Vase
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 18943
- Fotocredit
- David Peters
- Schlagwörter (Permalinks)

Dieses Objekt ist ein herausragendes Beispiel osteuropäischer Symbolik: zahlreiche Tier- und Pflanzenverzierungen ranken sich auf dem Chanukka-Leuchter, weiters sind Architekturelemente zu finden. Die Verweise auf die Natur lassen sich aus verschiedenen Perspektiven deuten: als Verehrung G’ttes Schöpfung, dem Einfluss der Malerei und Schnitzerei in den heute zerstörten Holzsynagogen Osteuropas, Einflüssen der Mystik (Chassidismus), aber auch der Umgebungskulturen. Die Ölkännchen tragen Kiewer Silberpunzierungen.
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'.
Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.