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Besamim-Türmchen aus Minsk nach Warschauer Vorbild

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Objektkategorie
Inventarnummer
19535
Sammlung
Max und Trude Berger
Urheber:in
MW (Meisterzeichen, kyrillische Initialen in rechteckiger Umrandung)
Herstellungsort, Zeitraum
Minsk , 1869
Person
Jan Pogorzelski
Ort
Osteuropa
Themen
Besamim-Büchse Hawdala Schabbat
Bildmotive
Credit
JMW, Inv. Nr. 19535
Fotocredit
Sebastian Gansrigler
Die eingezogene, konkave Form des Korpus als Quadrat, inklusive der Akzentuierung der abschließenden, getriebenen Wulste durch Akanthusblätter geht eigentlich auf Warschauer Vorbilder zurück, etwa auf die Produktion des Silberschmieds Jan Pogorzelski. Ursprünglich wurde dieser stilistische Kunstgriff für Zuckerdosen aus Silber verwendet.
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'. Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.

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