CCBY

Besamim-Behältnis in Form eines Fasans

Favorit
Objektkategorie
Inventarnummer
19756
Sammlung
Max und Trude Berger
Herstellungsort, Zeitraum
Mitteleuropa , Erstes Viertel 20. Jh.
Themen
Besamim-Büchse Hawdala Schabbat Vogel
Bildmotive
Credit
JMW, Inv. Nr. 19756
Fotocredit
Sebastian Gansrigler
Das Köpfchen des Vogels ist zum Befüllen abnehmbar und mit Perforierungen zum Riechen versehen. Diese Art von naturalistischen Tierfiguren folgt der Tradition der Naturabgüsse von Tieren in der Renaissance. Als Zierfiguren haben sie sich bis heute auch für Dekorationszwecke im säkularen Kontext erhalten.
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'. Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.

Wissen Sie mehr zu einem Objekt? Lassen Sie es uns wissen!