Zigarettendose aus der Bezalel-Kunstgewerbeschule
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 20074
- Sammlung
- Max und Trude Berger
- Urheber:in
- Bezalel
- Herstellungsort, Zeitraum
- Jerusalem , Erstes Viertel 20. Jh.
- Ort
- Palästina
- Verknüpfte Objekte
- Themen
- Alltag und Alltagskultur Schachtel Kunsthandwerk hebräische Schrift Magen David Jugendstil Zionismus
- Bildmotive
- 48A981 Ornament aus geometrischen Motiven
- 48AA9831 Ornamente in Form von Laubwerk, Ranken, Zweigen
- 25F23(LION) Löwe
- 12A81# Davidstern
- 49L141 hebräische Schrift
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 20074
- Fotocredit
- Sebastian Gansrigler

Die Dose ist außen aus Messing und innen aus Holz. Sie ist mit Davidsternen, floralen, ornamentalen und figuralen Motiven flach reliefiert. Am Deckel rundumlaufend ist die hebräische Inschrift aus Psalm 122, 6-8: ‘Erbittet Frieden für Jerusalem! Geborgen seien, die dich lieben. Friede sei in deinen Mauern, Geborgenheit sei in deinen Häusern. Wegen meiner Brüder und meiner Freunde will ich sagen: in dir sei Friede.’ Am Deckel befindet sich das Firmeninsignum ‘Bezalel Jeruschlajim’.
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'.
Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.