Zedaka der ‘Colel Hibath Yerusholaim’
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 20084
- Sammlung
- Max und Trude Berger
- Urheber:in
- Colel Hibath Yerusholaim
- Herstellungsort, Zeitraum
- Jerusalem , Zweite Hälfte 20. Jh.
- Person
- Tsidkat Rabi Me'ir Ba'al ha-Nes
- Ort
- Galizien
- Themen
- hebräische Schrift Synagoge Zedaka Wohltätigkeitsorganisation Wohltätigkeit
- Bildmotive
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 20084
- Fotocredit
- Sebastian Gansrigler
- Schlagwörter (Permalinks)

Auf der Vorderseite der Zedaka-Büchse befindet sich eine Widmung für ‘Rabbi Meir Baal Haness’ (Hebräisch und Englisch) mit mittiger Darstellung der Synagoge der ‘Colel Hibath Yerusholaim’, flankiert von zwei Kerzenleuchtern. Auf den Seiten findet sich (Hebräisch und Englisch) die Adresse der Organisation sowie die Auflistung der Empfänger von Spenden. Auf der Rückseite Gebete für allerlei Anlässe.
Dieser Wohltätigkeitsverein ist einer von vielen, die unter dem Namen Rabbi Meir Baal Haness geführt werden, einem wundertätigen Rabbiner des 2. Jahrhunderts und Mitverfasser der Mischna. Diese spezielle Organisation unterstützte Emigrant:innen aus Galizien in Mea Schearim in Jerusalem.
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'.
Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.