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Fragment einer Mesusa

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Objektkategorie
Inventarnummer
20285
Sammlung
Max und Trude Berger
Zeitraum
20. Jh.
Themen
Mesusa Amulett Gottesname Hebräisch (Sprache)
Bildmotive
Credit
JMW, Inv. Nr. 20285
Fotocredit
Sebastian Gansrigler
Fragment einer Mesusa, bestehend aus einem metallenen, verosteten Verschlussteil mit runder Öffnung sowie einem Stück Pergament. Auf dem Pergament sind in Hebräisch die kanonisierten Textstellen Deuteronomium 6:4-9 und 11:13-21 mit Federkiel und schwarzer Tinte geschrieben. Auf der Rückseite ist einer der Gottesnamen im Judentum, Schaddai, zu lesen, dem auch schützende Eigenschaften zugeschrieben werden können und die Mesusa somit mit einem Amulettcharakter versieht.
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'. Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.

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