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Orientalisches Amulett

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Objektkategorie
Inventarnummer
22020
Sammlung
Max und Trude Berger
Zeitraum
um 1900
Themen
Amulett hebräische Schrift Orient
Credit
JMW, Inv. Nr. 22020
Fotocredit
David Peters
Amulettbehälter, darin befindet sich eine Pergamentrolle als eigentliches Amulett. Die hebräische Gravur auf dem Behältnis entspricht dem Segensspruch für das Beendigen der Lesung der Ester-Rolle: ‘Gepriesen seist Du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der unseren Streit geführt, unser Recht gesprochen, unsere Rache genommen, uns von unseren Feinden befreit und allen Feinden unserer Seele ihre Vergeltung gegeben hat.’ Es handelt sich um ein Stück aus dem Orient, was an dem Schrifttyp sowie der zylindrischen Form abzulesen ist.
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'. Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.

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