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Orientalisches Amulett gegen den Bösen Blick

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Objektkategorie
Inventarnummer
23157
Sammlung
Max und Trude Berger
Herstellungsort, Zeitraum
Iran , 1850-1930
Themen
hebräische Schrift
Credit
JMW, Inv. Nr. 23157
Fotocredit
David Peters
Schlagwörter (Permalinks)
Vermutlich aus dem Orient stammendes Amulett mit dem klassischen Vers gegen das universelle Phänomen des Bösen Blicks, Gen. 49,22: ‘Ein junger Fruchtbaum ist Josef, ein junger Fruchtbaum am Quell, die Zweige steigen über die Mauer’, die Worte Jakobs über Josef. Der talmudischen Tradition nach hat der böse Blick über Josef und seine Nachkommen keine Macht (vgl. Gen. R. 97, bBer 55b, bBM 84a).
Über die Person Max und Trude Berger
1924 in Nowy Sacz geboren, überlebte Max Berger als einziger seiner Familie den Holocaust. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kam er als 'Displaced Person' nach Wien. Er war Mitbegründer der Möbelfirma Cirobe und baute sich damit eine beachtliche Laufbahn als Geschäftsmann auf. Gemeinsam mit seiner Frau Trude wohnte er in einer Wohnung am Schottenring, in der internationale wie Wiener Persönlichkeiten häufig zu Gast waren. In dieser Wohnung war auch sein 'Museum' untergebracht: Seine Judaica-Sammlung, die er ab den späten 1950er-Jahren aufgebaut hatte - in Erinnerung an 'meinen Vater Roman, meine Mutter Anastasia, meine Schwester Lace und meine Brüder Salomon und Jehoschua, die in Auschwitz und Treblinka ums Leben kamen'. Die Sammlung Berger setzt sich zusammen aus Wiener und osteuropäischen jüdischen Kultgegenständen und aus Werken bildender Kunst jüdischer Künstler. Nach dem Tod Max Bergers 1988 wurde die Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum der Stadt Wien angekauft. Mit dem Tod Trude Bergers 2010 erhielt das Museum mit dem 'Legat Berger' noch zahlreiche weitere Objekte.

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