Parochet, gestiftet von Eduard und Sophie Todesco
- Objektkategorie
- Inventarnummer
- 28173
- Sammlung
- IKG
- Herstellungsort, Zeitraum
- Habsburgermonarchie , 1857-1858
- Person
- Adolph Todesco Eduard Todesco Philipp Josua Feivelman Gomperz Sophie Gomperz Zwi Hermann Hirsch Todesco
- Ort
- Brünn Wien
- Bildmotive
- Credit
- JMW, Inv. Nr. 28173
- Fotocredit
- David Peters

Parochet mit der hebräischen Inschrift: ‘Krone der Tora / Geschenk aus der Hand des einflussreichen und hervorragenden, noblen und ehrwürdigen Herrn Eduard Todesco und seiner Gattin, Frau Sophie, möge er für viele gute Tage und Jahre leben, zur Verherrlichung des Gotteshauses und zur Gedächtnisfeier an die zarten Seelen seiner Eltern, an die Seele seines erfolgreichen und vornehmen Vaters Zwi Hermann und seiner Mutter Fanni und seines Bruders Adolph Todesco und an seinen prächtigen und edlen Schwiegervater Philipp Gomperz, sein Andenken sei gesegnet, im Jahre an sie soll erinnert werden im Gotteshaus alle Tage’. Das Chronogramm am Ende der Widmungsinschrift ergibt die hebräische Jahreszahl 5618 (1857/58). Da die Eröffnung des Leopoldstädter Tempels im Mai 1858 stattfand, ist davon auszugehen, dass der Parochet zur Eröffnung der Synagoge gestiftet wurde.
Eduard von Todesco (1814-1887) war ein Bankier, Unternehmer und Philantrop der Wiener Ringstraßenära, Erbauer des Palais Todesco gegenüber der Staatsoper, wo seine Frau Sophie einen berühmten Salon führte. Sein Vater Zwi Hermann Hirsch Todesco (1791-1844) war Textilgroßhändler und Fabrikant. Er begründete die Textilmanufaktur Marienthal mit einer Arbeitersiedlung und verschiedenen Wohlfahrtseinrichtungen. Adolph Todesco (1822-1846) war ein jüngerer Bruder von Eduard v. Todesco. Philipp Josua Feivelman Gomperz (1782-1857) war der Vater von Sophie Todesco und Schwiegervater von Eduard Todesco. Die Stiftung des Tora-Vorhanges hing sicherlich auch mit seinem zeitnahen Tod zusammen. Philipp Gomperz war Bankier und Großhändler in Brünn, bevor er mit seiner Familie nach Wien übersiedelte.